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Sommersaison
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Wintersaison
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22
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Entdecken Sie Nassersee |
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NasserseeKreuzfahrtschiffeAltes ÄgyptenDer Hochdamm
Kreuzfahrturlaube auf dem Nassersee
Der Nassersee formte sich, als der Hochdamm in Assuan am Nil errichtet wurde. Der zwischen 1960 und 1972 von russischen Ingenieuren erbaute Hochdamm sollte Ägyptens Unabhängigkeit von den jährlich stattfindenden Nilfluten besiegeln, brachte jedoch seine ganz eigenen Probleme mit sich. Eine der dringlichsten Herausforderungen zum Zeitpunkt der Erbauung stellte die Überflutung des Niltals in Nubien dar. Dabei wurden die beiden modernen Dörfer und zahlreiche antike ägyptische Stätten überschwemmt.
Verschiedene bedeutende archäologische Stätten Nubiens und des antiken Ägyptens, darunter insbesondere die spektakulären Tempel von Abu Simbel, wurden Block für Block abgetragen und in höher gelegene Gebiete transportiert. Der sudanesische Flusshafen und der Bahnhof von Wadi Halfa verloren sich in den Tiefen des Wasser und Ägyptens gesamte nubische Gemeinschaft vom Oberlauf des Nils musste nicht nur mit ansehen, wie ihre Dörfer verschwanden, sondern war auch zur Umsiedlung gezwungen. Zurückgeblieben ist ein gewaltiger Stausee, der sich vom Süden Ägyptens bis hin zum Norden des Sudans erstreckt. Namensgeber ist Gamal Abdel Nasser, der zweite Präsident von Ägypten, der als Führer eines unblutigen Staatsstreichs König Farouk vom Thron stieß.
Genau genommen bezeichnet der Name “Nassersee" nur 83% des von Menschenhand geschaffenen Sees, der sich im ägyptischen Hoheitsgebiet befindet. Die Sudanesen nennen ihren Teil des Sees vorzugsweise Nubia-See. Sportangeln am Ufer des Sees und vom Boot aus erfreut sich unter Touristen zunehmend großer Beliebtheit. Objekt der Begierde ist vor allem der Nilbarsch. Nur sehr wenige Nilkreuzfahrtgesellschaften haben Fahrten über den See auf dem Programm. Travcotels bietet zwei Schiffe zur Auswahl: die 5-Sterne Deluxe Jaz Omar El Khayam und die kleinere 4-Sterne Tania mit persönlicher Atmosphäre.
Nassersee-Kreuzfahrtschiffe
Die 5-Sterne Deluxe Jaz Omar El Khayam zählt zu den besten, geräumigsten und modernsten Schiffen der beeindruckenden Flotte von Travcotels’. Das für Kreuzfahrten auf dem Nassersee eingesetzte Schiff verfügt über 80 großzügige Kabinen, die allesamt luxuriös eingerichtet und mit den modernsten Entertainment-Systemen ausgestattet sind. Das Hauptrestaurant bietet für alle Passagiere gleichzeitig Platz und serviert Gourmetküche der Spitzenklasse. Die Jaz Omar El Khayam verfügt über zahlreiche Einrichtungen an Bord, darunter ein Billiardzimmer, eine große Sonnenterrasse mit Pool und Whirlpool sowie das Spa "Cleopatra". Die Jaz Omar El Khayam ist eines der wenigen Schiffe, die Kreuzfahrten auf dem Nassersee auf dem Programm hat. Zur Auswahl steht eine Reise mit vier Übernachtungen von Assuan nach Abu Simbel und eine Tour mit drei Übernachtungen von Abu Simbel zurück nach Assuan. Wie lassen sich die Sehenswürdigkeiten und die wunderschöne Landschaft des antiken Oberägyptens besser bestaunen als bei einer Fahrt auf dem See an Bord der Omar El Khayam mit luxuriösen Annehmlichkeiten aus dem 21. Jahrhundert?
Die Tania ist das zweite Schiff, das Kreuzfahrten auf dem Nassersee anbietet. Zur Auswahl steht eine Reise mit vier Übernachtungen von Assuan nach Abu Simbel und eine Tour mit drei Übernachtungen von Abu Simbel zurück nach Assuan. Sie ist mit einer Länge von etwa 60 m nicht nur das kleinste Schiff der Flotte, sondern auch das einzige auf 4-Sterne-Niveau. Die dreistöckig konzipierte Tania bietet Kreuzfahrten auf dem Nassersee mit einem ganz persönlichen Touch. Neben einer geschmackvollen Einrichtung und einem herzlichen und komfortablen Ambiente erwartet Sie hier ein exzellenter Service.
Nassersee und die Tempel von Abu Simbel
Die herrlichen Tempel von Abu Simbel sind an sich schon beeindruckend genug. Ihre Berühmtheit haben sie jedoch wahrscheinlich der Tatsache zu verdanken, dass die Restauratoren die Tempel zwischen Januar 1966 und September 1968 aus über tausend einzelnen Stücken meißelten, die teilweise ein Gewicht von mehr als 30 Tonnen auf die Waage brachten. Diese Blöcke wurden in 60 m Höhe auf einem künstlich angelegten Hügel außerhalb der Reichweite des Nassersees zusammengebaut.
Die beiden Tempel in Abu Simbel wurden ursprünglich während der Herrschaft von Ramses II. zu Ehren seines angeblichen Ruhmes in der Schlacht bei Kadesch für ihn und seine Königin Nefertari in den Felsen gehauen. Die meisten Historiker bezweifeln, dass die Ägypter in dieser Schlacht gegen die Hethiter den Sieg davontrugen, gehen jedoch davon aus, dass sie mit über 6.000 beteiligten Fahrzeugen die größte Streitwagen-Schlacht der Geschichte war.
Mit etwas Glück werden Besucher von Assuan oder Abu Simbel im Februar oder Oktober mit einem atemberaubendem Sonnenaufgang über den Tempeln belohnt. Die Tempel sind in einer exakten Ost-West-Achse angelegt, sodass die Strahlen der Morgensonne bei Tagesanbruch geradewegs durch den Eingang des Großen Tempels tief ins Innere strömen. Zweimal im Jahr, am 22. Februar und am 22. Oktober, werden die Statuen von Amun, Ramses II. und Re-Harachte beleuchtet. Das als “Sonnenwunder von Abu Simbel” bekannte Schauspiel dauert etwa 20 Minuten.
Der Große Tempel
Der Große Tempel von Abu Simbel wurde in etwa 20 Jahren erbaut. Er wurde den Göttern Amun, Re-Harachte und Ptah gewidmet und kürte Ramses zum Gott. Alle Statuen sind Ramses II. vorbehalten, wobei einige den Herrscher sitzend auf dem Thron oder in Gestalt des Gottes Osiris zeigen, der von dem Gott Seth angebetet wird. Andere Statuen repräsentieren Nefertari, die Hauptfrau von Ramses, seine Mutter sowie seine zwei Söhne und sechs Töchter. Jedoch sind all diese Denkmäler bewusst viel kleiner gehalten, da sie den Pharao nicht überragen durften.
Der Kleine Tempel
Der Tempel von Hathor und Nefertari ist auch als Kleiner Tempel bekannt. Er wurde der Göttin Hathor und Nefertari, der Frau von Ramses II., geweiht. Es handelt sich um einen von nur zwei altägyptischen Tempeln, die einer Pharaonin geweiht wurden-der andere ist der von Echnaton erbaute Tempel für seine Ehefrau Nefertiti. Ebenso ungewöhnlich ist die Tatsache, dass die Statuen von König und Königin die gleiche Größe aufweisen. Traditionell stand die Statue der Königin immer gleich neben dem Pharao, überragte jedoch nie seine Knie. Diese Abweichung von einer derart langen Tradition deutet vermutlich auf den besonderen Stellenwert hin, den Nefertari bei Ramses einnahm. Im Inneren des Tempels ist Nefertari bei den gleichen göttlichen Ritualen wie ihr Mann abgebildet. Zudem befindet sich hier eine Statue der Göttin Harthor in Gestalt einer Kuh.
Der Assuan-Hochdamm
Der Nassersee entstand nach der Errichtung des Hochdamms, der in den 1960er Jahren als eindrucksvolle, wenn auch umstrittene technische Meisterleistung galt. Für den Monumentalbau wurde 18-mal soviel Material verwendet wie für die Cheopspyramide. Er ist knapp 3 km lang und 110 m hoch und dient der Stromerzeugung sowie der ganzjährigen Bewässerung für ganz Ägypten. In Kombination mit dem alten Assuan-Staudamm, der zwischen 1898 und 1902 von den Briten errichtet wurde, eröffnet er Besuchern als Aussichtsplattform herrliche Blicke über den 800 km großen Nassersee, den Tempel von Kalabsha im Süden und das riesige Kraftwerk im Norden.
Der Hochdamm sorgte überdies für eine Ausdehnung der Anbaufläche in Ägypten um 30% und einen Anstieg des Wasserspiegels in der Sahara bis nach Algerien. Die Fähigkeit zur Stromerzeugung des Damms verdoppelte Ägyptens verfügbare Stromversorgung praktisch über Nacht. Es bestehen weiterhin ein paar ungeklärte Fragen zu den Auswirkungen auf die Umwelt und es ist in der Tat wahr, dass Menschen und ganze Gemeinden während der Errichtung des Damms schonungslos vertrieben wurden. Die Verlegung der Tempel von Abu Simbel ist ebenfalls dem Bau des Hochdamms zuzuschreiben.
Doch der Hochdamm hat zweifellos erhebliche Vorteile für Ägypten mit sich gebracht. Vor Erbauung des Damms überflutete der Nil jedes Jahr im Sommer das Land. Diese Fluten enthielten Nährstoffe und Mineralien, die den fruchtbaren Boden entlang des Flusses anreicherten und das Niltal in eine landwirtschaftliche Nutzfläche verwandelten. Jedoch konnten die Fluten in den von Hochwasser heimgesuchten Jahren auch eine gesamte Jahresernte vernichten. Daher gewann der Schutz von Anbauland und wirtschaftlich wichtigen Baumwollfeldern zunehmend an Bedeutung. In den Jahren, die von Niedrigwasser geprägt waren, zog eine weit verbreitete Dürre und Hungersnot regelmäßig verheerende Auswirkungen nach sich. Der Speicherraum von Damm und Nassersee ermöglicht die Kontrolle und Eindämmung der Flut- und Dürreperioden. Die Fähigkeiten des Hochdamms zur Stromerzeugung aus Wasserkraft verdoppelte die verfügbare Stromversorgung Ägyptens und bewirkte außerdem, dass viele Dörfer zum ersten Mal Strom beziehen konnten.
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